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Versorgung von jesidischen Flüchtlingen im Nordirak

Einer der ältesten Religionsgemeinschaften der Welt droht die Vernichtung. Eine halbe Million Jesiden sind auf der Flucht vor den IS-Terroristen. Der Islamische Staat macht Jagd auf sie. Für sie sind Jesiden Teufelsanbeter, die sie zwangskonvertieren oder töten müssen. Über 5.000 Jesiden sind diesem Kreuzzug auf bestialische Art zum Opfer gefallen – die Dunkelziffer ist noch viel höher. Dieser Krieg trifft auch die Jesiden in Deutschland. Viele von ihnen leben hier, während ihre Angehörigen im Nordirak oder Syrien sterben.

 

 Welchen Inhalt hat die jezidische Religion?

Die jezidische Religion ist eine sehr alte monotheistische Naturreligion, in deren Mittelpunkt die Sonne und das Gute stehen. Diese Religion wurde im gesamten mittleren Osten praktiziert, bis sie vom Islam verdrängt wurde. Die Jeziden wurden immer wieder verfolgt und vernichtet. Sie bezeichnen das Massaker durch die Milizen des IS im Sindschar – Gebirge im Nordirak am 3. August 2014 als den 74. Genozid ihrer Geschichte.

 

Im August 2014 wurden die Dörfer des Shingal von der IS überfallen. Viele Menschen wurden seither ermordet. Tausende von Frauen und Kindern werden als Geiseln gehalten, Frauen wurden vergewaltigt oder verkauft. Der IS sieht in den Jesiden Andersgläubige, die im radikalen Islamismus keinen Platz haben. Über 430.000 Jesiden – mehr als 60 Prozent der im Irak lebenden Jesiden – wurden bisher zu Flüchtlingen im eigenen Land.

 

Es fehlt an allem

In den Flüchtlingslagern gibt es kaum Medikamente oder medizinisches Gerät. Auch kleinere, weniger schlimme Erkrankungen und Verletzungen können daher durch Nichtbehandlung bzw. zu späte Behandlung einen schlimmeren Verlauf nehmen.

 

Wir wollen helfen!

Um die Flüchtlingslager der Jesiden im Norden des Iraks mit dem Wichtigsten zu versorgen, unterstützen wir junge Jesiden aus Goslar und Braunschweig, die schon sieben Hilfsgütertransporte (LKW a' 40t) zu den Flüchtlingen brachten, die teils schon seit mehreren Jahren in den Zeltstädten leben.

Neben einer finanziellen Unterstützung konnten wir einen Wasserfilter und zahlreiche Rollstühle zur Verfügung stellen.

 

 

 

 

 

 

 

In jedem besuchten Lager (Camp in Xaniki, in Shariya und in Baardre) leben etwa 20000 Menschen.

 

Zur Betreuung der Flüchtlinge fehlen Ärzte und ausgebildetes Personal. Es besteht zwar eine große Hilfsbereitschaft unter den Flüchtlingen und der Bevölkerung. Ärzte, Lehrer und viele andere helfen freiwillig in den Lagern. Aber viele sind überlastet und geraten an ihre Grenzen. Diese Eigeninitiative konnten war immer wieder in den Lagern zu beobachten. Lehrer und niedergelassene Ärzte melden sich, um als Freiwillige zu helfen. Junge Menschen starten eigene Projekte, um Kinder zu betreuen und zu unterrichten. Dies macht Mut für eine neue Planung.

 

Ambitionierte Pläne

Geplant ist der Bau eines Heimes für die Kinder, die durch den IS zu Waisen geworden sind und die sich in den Lagern allein durchschlagen müssen. Daneben sollen Wohnungen entstehen für Frauen, die der Gefangenschaft durch den IS entkommen konnten. Sie sollen in einem Zuhause und in der Betreuung von Kindern eine neue Perspektive erhalten.

Manal Kado und ihre Begleiter konnten bei ihrer letzten Reise in den Nordirak Kontakte mit Verantwortlichen in der Stadt- und Gemeindeverwaltung herstellen und mit Architekten sprechen. Die Stadt Baardre stellte bereits ein Grundstück von 4000 qm in ihrem Zentrum zur Verfügung mit guter Infrastruktur (Wasser- und Stromversorgung, Abwasserentsorgung, Müllabfuhr sind vorhanden). In seiner Nähe befinden sich ein Kindergarten und Schulen. Das Flüchtlingslager esyancamp befindet sich in Sichtweite. Zwei irakische Architekten skizzierten erste Pläne und kalkulierten die Kosten. Die Aufnahme von 150 Kindern ist geplant. Die Kapazität hängt jedoch vom Spendenaufkommen ab. Es auch an einen schrittweisen Aufbau in Modulen gedacht.

Ader Technischen Universität Braunschweig mit der Architektin Frau Professor Dr. Gabriele Kiefer wird man sich dieser Planung auch annehmen. Es ist daran gedacht, in Zusammenarbeit mit den irakischen Architekten Studenten der TU in die Entwicklung und die Realisierung des Projekts einzubeziehen.

 

 
  Das Oberziel des langfristigen Projektes

Es bekämpft Fluchtursachen und leistet Entwicklungshilfe. Es hilft den Menschen, die in der Hoffnung auf ein Ende von Gewalt und Vertreibung in ihrer Heimat bleiben und sie wieder aufbauen wollen. Damit leistet es auch einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Flüchtlingskrise in Europa.

 

 Flüchtlingslager

 Bauplatz für das Waisenhaus

Hier soll das Waisenhaus gebaut werdenHier soll das Waisenhaus gebaut werden

 

 

Hintergrundinformation

IS verdient Millionen mit Müttern und Kindern

Der IS bietet Frauen und minderjährige Kinder in einer Art virtuellem Sklavenmarkt mit Fotos zum Kauf an. Das ergaben Recherchen von NDR und SWR, die mit Betroffenen sprechen konnten.

Der selbsternannte Islamische Staat (IS) verdient danach Millionen durch Lösegelder für Sklavinnen und deren Kinder. Der Geldtransfer, so fanden die Reporter heraus, läuft dabei auch über IS-Verbindungsbüros in der Türkei. Es sind vor allem jesidische Familien, die ihre Angehörigen zurück kaufen, um sie zu retten.

Vor rund einem Jahr überfiel die Terrorgruppe IS weite Teile des Nordirak und brachte damals Tausende Frauen und Kinder als Kriegsbeute in ihre Gewalt. Inzwischen nutzt der IS die Jesidinnen auch zur Finanzierung seiner Organisationen. NDR und SWR begleiteten über Wochen einen jesidischen Unterhändler, der im Auftrag der Familien über die Freilassung der Sklavinnen und ihrer Kinder mit dem IS verhandelt.

20.000 Dollar für eine Sklavin

Anhand von Chatprotokollen, Dokumenten, Fotos und Zeugenaussagen lässt sich das System rekonstruieren. So werden die Frauen in einem digitalen Sklavenmarkt an den Meistbietenden verkauft. 15.000 bis 20.000 US-Dollar sind dabei ein üblicher Preis. Ähnliche Summen werden auch beim Freikauf der Jesidinnen verlangt. Das Geld wird dann über IS-Verbindungsbüros und Mittelsmänner an die Terrorgruppe transferiert.

Im Laufe der Recherchen stellte sich heraus, dass ein solches Büro auch in der türkischen Industriestadt Gaziantep nahe der Grenze zu Syrien liegt - offenbar unbemerkt von türkischen Sicherheitsbehörden. Ein jesidischer Unterhändler gab gegenüber NDR und SWR an, im Laufe des vergangenen Jahres rund 250 Frauen und Kinder befreit und dabei eine Gesamtsumme von mehr als 2,5 Millionen US-Dollar gezahlt zu haben.

Das Geld stammt zumeist von den jesidischen Familien, die ihre Ersparnisse und Kredite nutzen, um die Summe aufzutreiben. Auch eine halbstaatliche Organisation des amtierenden Ministerpräsidenten des Nordirak, Nechirvan Barzani, zahlt offenbar Teile des Lösegeldes - letztlich ungewollt an seinen Feind, den IS.

Noch Hunderte Frauen in der Gewalt des IS?

NDR und SWR waren bei der Befreiung einer Frau und ihrer drei kleinen Kinder im Alter zwischen zwei und vier Jahren dabei und konnten den Ablauf der Verhandlungen begleiten. Wie viele jesidische Sklavinnen sich noch "im Besitz" des IS befinden ist unklar. Experten schätzen, dass es immer noch Hunderte sein könnten. Ein einträgliches Geschäft für die Terrororganisation.